Ein wichtiges Thema im Bausektor ist der Sanierungsstau bei Gebäuden. Über 20Mio. Bestandsgebäude gibt es in Deutschland, von denen ca. 75% drei Viertel VOR der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 gebaut wurden. Bei der energetischen Sanierung muss neben der Hülle meist auch die technische Infrastruktur (Wasser-, Abwasser- und Elektroleitungen) dieser Gebäude erneuert werden. Normalerweise läuft das auf eine Kernsanierung hinaus.
Wir möchten Ihnen in diesem Vortrag den Erfahrungsbericht einer etwas anderen Variante der Sanierung vorstellen:
TGA-Sanierung von außen – einfach mal machen!
Bei dem Objekt wurden sämtliche Leitungen von außen auf das Mauerwerk gelegt und anschließend mit einem Wärmedämmverbundsystem überbaut. Das Ziel war es, das meist noch gut erhaltene „Innenleben“ der Gebäude (Bäder, Küchen, Böden, usw.) weitestgehend zu erhalten, obgleich alle wichtigen Leitungen/ Technik des Gebäudes erneuert werden. Auch bietet diese Sanierungsvariante eine Möglichkeit, während der Bauarbeiten weiter im Haus zu wohnen.
„Wie“ oder „Ob“ das funktioniert hat, möchten wir Ihnen an einem umgesetzten realen Projekt vorstellen. Im Umgang mit dieser sehr speziellen Methode der Sanierung mussten viele neue und auch ungewöhnliche Wege (auch außerhalb der Norm) gegangen werden.
Anhand vieler Bilder wird der Weg von der ersten Planung bis zu fertigem Objekt aufgezeigt. Dabei werden die in der Praxis gewonnen Erkenntnisse vorgestellt, Vor- und Nachteile sowie die Grenzen der Methode veranschaulicht.
Themen
Teilnehmende
bauvorlageberechtigte
Entwurfsverfasser, Energieberater, Ingenieure und Architekten
23.06.2026
09:00-11:30
Web-Seminar
Seminarnummer 79628
Referent
Philipp Fath, M.Sc.
Beratender Ingenieur, saSV für Schall- und Wärmeschutz IBF - Ingenieurberatung Fath, Büro für Bauphysik, Kreuztal
maximal 30 Personen
130,00 € Mitglieder IK-Bau NRW
200,00 € Nichtmitglieder
125,00 € Jungingenieure
32,50 € START.ING.s
3 Fortbildungspunkte
anerkannt gemäß FuWO für
Bauvorlageberechtigte
Mitgliedschaft in der IK-Bau NRW