Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind Außenwandbekleidungen, die seit mehr als 55 Jahren ausgeführt werden. Die Gründe für den verstärkten Einsatz der WDVS in den letzten Jahren sind:
- erhöhte wärmeschutztechnische Anforderungen an die Gebäudehülle (GEG 2024)
- Bedarf an wirtschaftlichen Instandsetzungskonstruktionen im Bereich witterungsgeschädigter Außenwände.
Die Verwendung von WDVS wird zurzeit in Deutschland durch bauaufsichtliche Zulassungen geregelt. Soweit der Erfahrungsbereich von solchen Konstruktionen überschritten wird, sind bauaufsichtliche Zustimmungen im Einzelfall erforderlich.
Obwohl die Verwendung der WDVS bekannt ist und traditionell gewachsene Handwerksregeln für die Verarbeitungsregeln in den geltenden Regelwerken eingeflossen sind, ist dass WDVS immer wieder in der Diskussion.
Neben verschiedenen Schäden bzw. symptomatischen Schadensbildern, sollen diese Konstruktionen das Raumklima verschlechtern, keinen ausreichenden Brandschutz besitzen und nicht ausreichend dauerhaft sein.
Themen
- Baurechtliche Situation abz / abP / ETB
- Wozu WDVS?
- WDVS - Konstruktionen im Überblick
- Tragverhalten von WDVS
- Mögliche Schadensbilder bei WDVS
- Begrünung von WDVS
- Keramische Beläge auf WDVS
- Konstruktive Grundsatzdetails
- „Atmungsaktivität“ der Außenwände mit WDVS
- Wärmeschutz und Energieeinsparung
- Exkurs Außenputz auf hochwärmedämmendes Mauerwerk
Ziel
Zusammenfassend soll das Seminar die Vorteile und die typischen Schwachstellen der Systeme aufzeigen. Zur umfassenden Beurteilung des WDVS werden den zukünftigen Fachberatern die erforderlichen Hintergrundinformationen mitgeteilt. Gleichzeitig soll das Seminar Hilfestellung geben, mögliche Schadensfälle vorzubeugen („Vorbeugung ist besser als Nachsorge“).
Teilnehmende
Architekten, Ingenieure, Bauleitung